Besucherfeedback vom Gemeinschaftsstand Politik – Analyse & nächste Schritte
Am 20. September 2025 sammelte die BFB wertvolle Anregungen der Besucher am Gemeinschaftsstand der Politik. Die daraus entstandene Analyse bildet die Grundlage für konkrete Handlungsempfehlungen, mit denen wir Impulse aus der Praxis gezielt in unsere zukünftige Arbeit einfließen lassen.
Ihre Anregungen
Fußgänger und Radfahrer
Antwort der BFB
- Unseren Beobachtungen nach ist die Querungszeit für Fußgänger an der Lichtsignalanlage ausreichend lange. In Einzelfällen mag das bei mobilitätseingeschränkten Personen knapp und teilweise auch nicht ganz ausreichend sein. Für diese Fälle haben wir eine Mittelinsel auf der dann gewartet werden kann und in der Regel nimmt der KFZ-Verkehr auch Rücksicht auf noch auf der Straße befindliche Personen. Diese Sichtweise wird auch von unserer Unfallstatistik gedeckt, die kein Unfälle mit Fußgängern oder Radfahrern an dieser Stelle aufweist.
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- Die BFB meint: Im grundsätzlichen Widerstreit zwischen möglichst fließenden Verkehr auf unserer Hauptverbindungsstraße in Nord-Süd-Richtung und jeglichem Querverkehr sprechen wir uns für die Beibehaltung der „Grünen Welle“ auf der Hamburger Straße aus.
Antwort der BFB
- Diese Einschätzung teilen wir! Um nicht nur an dieser Stelle, sondern grundsätzlich Abhilfe zu schaffen und den Radverkehr im Ort auf moderne Füße zu stellen, hat die Gemeinde schon im Jahr 2021 ein Radverkehrskonzept beauftragt und auch die meisten dort vorgeschlagenen Maßnahmen beschlossen.
- Konkret auf den Geh- und Radweg zwischen Schulstraße und AKN-Station Ulzburg-Süd beziehen sich zwei Maßnahmen:
- Die Maßnahme RS-c
- Hierzu hat der Planungsausschuss der Gemeinde unter Einbeziehung des Fahrradforums am 13.6.2025 mit Zustimmung der BFB beschlossen: Radschnellweg wird nicht umgesetzt; neu als innerörtliche Maßnahme mit Realisierung bis 2027
- Die Maßnahme RS-d, die sich in direktem Zusammenhang mit vorstehender Maßnahme versteht:
- Die technisch leicht angepasste Umsetzung dieser Maßnahme wurde von dem Planungsausschuss mit Zustimmung der BFB im Jahr 2025 beschlossen und befindet sich bereits in Umsetzung mit dem Ziel, die Maßnahme 2026 fertigzustellen.
Antwort der BFB
- Hinweis auf unser Wahlprogramm
- Erklären der aktuellen Situation
Antwort der BFB
- Diese Einschätzung teilen wir! Um nicht nur an dieser Stelle, sondern grundsätzlich Abhilfe zu schaffen und den Radverkehr im Ort auf moderne Füße zu stellen, hat die Gemeinde schon im Jahr 2021 ein Radverkehrskonzept beauftragt.
- Im Jahr 2025 hat der Planungsausschuss der Gemeinde unter Einbeziehung des Fahrradforums einen „Gesamtfahrplan“ für die Umsetzung der meisten der vorgeschlagenen Maßnahmen beschlossen. Insgesamt läuft der Projektplan bis zum Jahr 2030. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass sowohl die personellen als auch die finanziellen Ressourcen der Gemeinde nicht ausreichen, alle Maßnahmen zeitnah und uneingeschränkt auszuführen.
- Das Gesamtkonzept können Sie unter Radverkehrskonzept GGR nachlesen.
Antwort der BFB
- Diese Aussage stimmt leider an sehr vielen Stellen unseres Ortes. Grund hierfür ist der Umstand, dass wir in den letzten Jahrzehnten der vergangenen Jahrhunderts eine stürmische Ortsentwicklung gehabt haben und die Infrastruktur dieser nicht immer gerecht wurde.
- Schon seit längerem versuchen wir diesen Umstand dadurch zu mildern, dass wir im Rahmen der Bauleitplanung öffentliche Verkehrsflächen auch auf privaten Grund und Boden ausweisen, um diesen dann idealer Weise auf dem Wege des Vorkaufsrechtes zu erwerben und die Geh- und Radwege dann zu verbreitern.
- Die BFB meint: Zwischenzeitlich ist erkennbar, dass diese Maßnahmen auch Wirkung zeigen.
- So konnten wir beispielsweise Grunderwerb von dem ehemaligen Bade-Gelände tätigen und dort wird im Zuge der aktuell begonnenen Wohnungsbaumaßnahmen der Geh- und Radweg auch verbreitert werden.
- Auch vor dem Beckmann-Gebäude wurde durch Ausweisung öffentlicher Verkehrsfläche der Geh- und Radweg verbreitert. Leider kam es hierbei zu erheblichen Planungs- und Ausführungsfehlern.
- Wir haben im Bereich der Ortsdurchfahrt Henstedt auf der Kisdorfer Straße weitere öffentliche Verkehrsflächen festgesetzt, die sich im Zuge der Veränderung von Henstedt sicherlich positiv auswirken werden.
- Aktuell lösen wir gerade den Engpass an der Ecke Neuer Weg/Kisdorfer Straße beim ehemaligen Hotel Scheelke. Dort wird im Zuge der Neubebauung der viel zu schmale Geh- und Radweg auf eine heute notwenige Breite gebracht.
- An der Maurepasstraße haben wir durch Ausübung des Vorkaufsrechtes diverse Flächen zur Verbreiterung des nördlichen Teiles des Geh- und Radweges schon erworben. Die BFB wird beantragen, die Verbreiterung an dem möglichen Stellen nunmehr für 2027 in Angriff zu nehmen.
- Die BFB meint: Zwischenzeitlich ist erkennbar, dass diese Maßnahmen auch Wirkung zeigen.
- Das Fazit der BFB: Diese ohne jeden Zweifel vorhandene Misere wird uns noch Jahrzehnte beschäftigen. Wir sehen das Mittel des Vorkaufrechtes beim Handel von Grundstücken als das Mittel der Wahl an. Enteignungen lehnen wir im Regelfall ab
Antwort der BFB
- Diese subjektive Aussage meint unserer Meinung nach eher: Radfahrer fahren auf dem gemeinsamen Geh- und Radweg zu schnell. Diese Aussage teilen wir. Durch das unterschiedliche Tempo von Fußgängern und Radfahrern drängt sich dieser Eindruck geradezu auf.
- Um auch diese subjektive Wahrnehmung abzumildern, hat im 2025 der Planungsausschuss der Gemeinde unter Einbeziehung des Fahrradforums einen „Gesamtfahrplan“ für die Umsetzung der meisten der vorgeschlagenen Maßnahmen beschlossen. Insgesamt läuft der Projektplan bis zum Jahr 2030. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass sowohl die personellen als auch die finanziellen Ressourcen der Gemeinde nicht ausreichen, alle Maßnahmen zeitnah und uneingeschränkt auszuführen.
- In den meisten der vorgeschlagenen Maßnahmen wird zur Abstellung des Umstandes die Trennung zwischen Rad- und Fußgängerverkehr vorgeschlagen. Diesem Vorschlag schließt sich die BFB vollumfänglich an.
- Das Gesamtkonzept können Sie unter Radverkehrskonzept GGR nachlesen.
- Die BFB meint: Überall dort, wo wir mittelfristig den Geh- und Radverkehr nicht entzerren können, appellieren wir an die Rücksichtnahme aller Teilnehmer am öffentlichen Verkehrsgeschehen.
Antwort der BFB
- Grundsätzlich korrespondiert diese Aussage mit der Maßnahme W2 des obig erwähnten Radverkehrskonzeptes aus 2021
- Die BFB meint: So recht glauben wir nicht daran, dass unsere Bevölkerung zur richtigen Befahrung unseres Hauptradroutennetz wirklich weitere Schilder benötigt. Dort, wo sich bei kritischer Betrachtung Schilder als notwendig erweisen, wollen wir diese installieren, grundsätzlich wollen wir den Schilderwald eher abbauen als weiter aufbauen
Antwort der BFB
- Zum Licht: Mit Wirkung zum 1.1.2026 hat die Gemeinde die Straßenbeleuchtung, die sich auch auf die Beleuchtung von ggf. abseitigen Radwegen bezieht, wieder in eigene Hände genommen.
- Im Zuge der Neuausrichtung wird zunächst die bestehende Straßenbeleuchtung auf LED-Technik umgerüstet. In diesem Zuge wird auch geprüft, ob die Beleuchtung im Gemeindegebiet ausreichend ist.
- Auf die Erstellung eines Lichtkonzeptes wurde im Umweltausschuss mehrheitlich – auch mit Zustimmung der BFB – verzichtet. Wir glauben, dass die Prüfung im Rahmen der technischen Umrüstung ausreicht, Schwachpunkte zu entdecken. Wir werden uns dann dafür einsetzen, dass diese umgehend abgestellt werden
- Die BFB bittet: Wer von Ihnen Schwachpunkte bei der Straßenbeleuchtung entdeckt, möge uns diese bitte mit genauer Nennung der Location aufgeben.
- Wir vergessen auch nicht, dass insbesondere bei Strecken abseits von Straßen – beispielsweise durch Naturschutzgebiete oder Biotope – eine helle Beleuchtung im Hinblick auf die Tierwelt auch kontraproduktiv wirken kann.
Antwort der BFB
- Unserer Auffassung nach haben wir an den meisten Geh- und Radwegen ausreichend Sitzgelegenheiten.
- Die BFB meint: Die abmontieren Sitzbänke am Korl-Barmstedt-Weg sind spätestens im Frühjahr wieder zu montieren. Wir werden diesbezüglich tätig werden.
- Die BFB bittet: Nennung von Standorten, an denen Sitzgelegenheiten fehlen.
Antwort der BFB
- Wir werden uns dafür einsetzen, dass eine Fahrrad-Servicestation analog derer in Meeschensee und Ulzburg-Süd im Zuge der jetzt stattfindenden Umbauarbeiten auch am Bahnhof Ulzburg installiert wird.
Ihre Anregungen
ÖPNV
Antwort der BFB
- Wir verstehen diesen Hinweis so, dass damit die Pünktlichkeit der Verbindung gemeint ist. Es muss zwischen dem Bus- und Bahnverkehr unterschieden werden.
- Zum Thema Bus: Der Busverkehr wird bei uns in Henstedt-Ulzburg durch den Kreis Segeberg verantwortet. Zur Durchführung unterhält der Kreis gemeinsam mit anderen Kreisen die Servicegesellschaft SVG Südwestholstein. Diese wiederum organisiert den konkreten Busverkehr mit Hilfe der Busunternehmen.
- Zur Verlässlichkeit der Taktung teilt der Kreis Segeberg mit:
- Grundsätzlich fahren die Busse im gesamten Kreisgebiet im Rahmen der verkehrsbedingten Toleranzen pünktlich.
- Die Busunternehmen kämpfen aber wie andere Branchen auch mit Personalproblemen. Aus diesem Grund kann es kurzfristig auch zu Unpünktlichkeiten oder Ausfällen auf einzelnen Buslinien kommen.
- Statistiken über Pünktlichkeit werden im Kreis nicht geführt.
- Die BFB meint:
- Henstedt-Ulzburg ist froh, dass der Kreis Segeberg den busgebundenen ÖPNV kreisweit und somit auch für uns so gut organisiert. Wir als einzelne Kommune könnten das in der Breite und Tiefe niemals leisten.
- So gut wie alle in der Vergangenheit gestarteten individuellen Lösungen, die durch einzelnen Kommunen initiiert und bezahlt wurden, haben sich als nicht tragfähig herausgestellt. Aktuell gibt es nur noch eine einzelne Busverbindung in Norderstedt, die von der Stadt Norderstedt direkt betrieben und bezahlt wird.
- Neben dem allgemeinen Busverkehr organisiert der Kreis auch noch kreisweit den Schülerverkehr.
- Insgesamt beläuft sich der Kostenaufwand für den ÖPNV im Kreis Segeberg auf ca. 30 Millionen Euro im Jahr 2026 und steigt auf 38 Millionen Euro im Jahr 2030 an. Realistisch wird mehr Geld für weitere Verbesserungen nur in sehr beschränkten Umfang zur Verfügung stehen.
- Zum Thema AKN: Für den schienengebundenen ÖPNV ist das Land Schleswig-Holstein verantwortlich. Um die vielfältigen Aufgaben zu bewältigen, hat das Land die Gesellschaft NAH.SH GmbH beauftragt, diese abzuarbeiten. Konkret wird für Henstedt-Ulzburg diese Aufgabe durch die AKN Eisenbahn GmbH erledigt.
- Zur Verlässlichkeit der Taktung teilt die AKN mit (1.HJ2025):
- A1 98,7%
- A2 97,5%
- A3 98,0%
- Die BFB meint:
- Wir unterstützen ausdrücklich die Verlängerung der S21 bis nach Kaltenkirchen und tolerieren auch die privatrechtlichen Einschränkungen, die der Ausbau dieser Strecke mit sich bringt. Hier gilt: Gemeinwohl vor Einzelinteressen.
- Wir begrüßen ausdrücklich die durch das Land finanzierte zusätzliche Haltestelle für unser Gewerbegebiet.
- Wir halten weiterhin an unserem im Wahlprogramm 2018 definierten Zeil fest, die Linie U1 von Norderstedt kommend über unsere Stationen Meeschensee bis nach Ulzburg-Süd zu verlängern.
- Zur Verlässlichkeit der Taktung teilt die AKN mit (1.HJ2025):
- Zur Verlässlichkeit der Taktung teilt der Kreis Segeberg mit:
- Zum Thema Bus: Der Busverkehr wird bei uns in Henstedt-Ulzburg durch den Kreis Segeberg verantwortet. Zur Durchführung unterhält der Kreis gemeinsam mit anderen Kreisen die Servicegesellschaft SVG Südwestholstein. Diese wiederum organisiert den konkreten Busverkehr mit Hilfe der Busunternehmen.
Antwort der BFB
- Busverkehr
- Linie 196 Richtung Gewerbegebiet
- Henstedt-Ulzburg ab 5:18
- Gewerbegebiet Lise-Meitner-Straße ab 5:24
- Gewerbegebiet Rudolf-Diesel-Straße an 5:31
- Linie 196 Richtung Ulzburg-Mitte
- Gewerbegebiet Rudolf-Diesel-Straße ab 5:32
- Gewerbegebiet Lise-Meitner-Straße ab 5:37
- Henstedt-Ulzburg an 5:44
- Linie 196 Richtung Gewerbegebiet
- Linie 293 Richtung Norderstedt-Mitte
- Gutenbergstraße ab 4:41
- Henstedt-Ulzburg ab 4:49
- Ulzburg-Süd ab 4:55
- Rhen Alsterquelle ab 4:40
- Rhen Wilstedter Straße ab 4:42
- Linie 293 Richtung Kisdorf
- Rhen Wilstedter Straße ab 5:59
- Rhen Alsterquelle ab 6:01
- Ulzburg Süd ab 6:07
- Henstedt-Ulzburg ab 6:38
- Gutenbergstraße ab 6:41
- Linie 296 Richtung Ulzburg (West)
- Henstedt-Kirche ab 5:35
- Henstedt-Ulzburg ab 5:42
- Ulzburg Rostocker Straße an 5:48
- Linie 296 Richtung Kisdorf
- Ulzburg Rostocker Straße ab 5:51
- Henstedt-Ulzburg ab 6:02
- Henstedt-Kirche ab 6:06
- Die BFB meint:
- Unsere Hauptverbindung in Nord-Süd-Richtung, die Linie 293, beginnt ihre Fahrten in Richtung Norderstedt um 4:41; das halten wir für ausreichend.
- Alle anderen Linien in allen Fahrtrichtungen beginnen ihre erste Fahrt erst nach 5:00 Uhr – teilweise weit danach – und sind damit weit außerhalb des Wunschkorridors von 4:00 Uhr.
- Vor dem Hintergrund der Kreisfinanzen sehen wir aktuell wenig Spielraum, dies zu verbessern. Trotzdem will sich die BFB weiter um Verbesserungen bei der ersten Abfahrtzeit bemühen und sieht sich insbesondere durch den gewollten Wandel im Modal-Split hierin bestätigt.
- AKN
- A1 Richtung Eidelstedt
- Henstedt-Ulzburg ab 4:21
- Ulzburg Süd ab 4:18
- A1 Richtung Kaltenkirchen
- Ulzburg Süd ab 5:52
- A1 Richtung Eidelstedt
- A2 Richtung Norderstedt-Mitte
- Henstedt-Ulzburg ab 4:28
- Ulzburg Süd ab 4:31
- Meeschensee ab 4:34
- A2 Richtung Neumünster
- Meeschensee ab 5:07
- Ulzburg Süd ab 5:11
- Henstedt-Ulzburg ab 5:14
- A3 Richtung Elmshorn
- Ulzburg Süd ab 5:14
- Henstedt-Ulzburg ab 5:17
- A3 Richtung Kaltenkirchen
- Henstedt-Ulzburg 5:57
- Ulzburg Süd 6:01
- Die BFB meint:
- Auf den Linien nach Hamburg-Eidelstedt (A1) und nach Norderstedt (A2) ist die Taktung mit ersten Abfahrtzeiten ab ca. 4:20 sehr gut.
- Die Taktung der Linie A1 wird nach Umstellung auf die S21 sich sicherlich noch weiter verbessern.
- Die Taktung der Linie A2 wollen wir durch die Überführung in eine Verlängerung der U1 langfristig ebenfalls verbessern.
- Die Taktung der Linie A3 mit ersten Abfahrtzeiten ab ca. 5:20 ist aus unserer Sicht noch deutlich zu verbessern. Wir werden uns dafür einsetzen, dass das Land diese Linie ebenfalls aufpeppt.


